Internationale TV-Tops 2018: Von den Simpsons bis zum Doctor

    Ein Rückblick auf die internationalen TV-Höhepunkte

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    Internationale TV-Tops 2018: Von den Simpsons bis zum Doctor – Ein Rückblick auf die internationalen TV-Höhepunkte

    Nach dem allgemeinen Jahresrückblick wollen wir nun tiefer ins Detail gehen. Welche Sendungen haben uns in diesem Jahr gut gefallen und/oder haben gute Quoten erzielt und/oder konnten anderweitig glänzen? cikm2013.org präsentiert eine Auswahl nennenswerter Tops des US-amerikanischen TV-Jahres 2018.

    Zunächst blicken wir auf die „äußeren“ Qualitäten: Topquoten, Auszeichnungen und Rekorde.

    Erfolgreiche Serien des Jahres 2018
    „Die Simpsons“ konnten in diesem Jahr zwei Ereignisse feiern. Einerseits wurde mit der 18. Episode der 29. Staffel der Langlebigkeitsrekord von „Rauchende Colts“ (635 Episoden) als fiktionale Serie übertroffen. Daneben begingen die gelben Springfielder am 17. Dezember 2018 ihr 30-jähriges Jubiläum auf dem Bildschirm.
    Das meistgesehene Fernsehprogramm des Jahres 2018 war – mal wieder – der Super Bowl, dessen 52. Ausgabe NBC zeigte. 104,01 Millionen Amerikaner verfolgten das Spiel (oder die Werbepausen). Die Philadelphia Eagles besiegten die New England Patriots mit 41:33.
    „This Is Us“ ist in der dritten Staffel bei NBC weiterhin die quotenstärkste Network-Serie in der umworbenen Zielgruppe, mit einem Rating von 4.2 (4,2 Prozent aller TV-Besitzer der USA im Alter zwischen 18 und 49 Jahren schauen die Serienfolgen durchschnittlich binnen der ersten sieben Tage nach der Ausstrahlung).
    „The Big Bang Theory“ geht als erfolgreichste Comedyserie im US-Fernsehen auf die Zielgeraden – bei einem Zielgruppenrating von 3.7 hätte CBS die Serie sicher mit Kusshand weiter verlängert. Aber Jim Parsons hat nach zwölf Jahren genug gehabt und damit das Ende der Serie herbeigeführt.
    15 Jahre und kein bisschen ruhig: Beim Sender ABC ist „Grey’s Anatomy“ weiterhin die erfolgreichste Serie und erreicht durchschnittlich pro Folge ein Rating von 3.1 in der Zielgruppe. Mittlerweile hat sich Serienschöpferin Shonda Rhimes zu Netflix begeben.
    Der Vollständigkeit halber: Bei FOX ist „9–1–1“ mit einem Zielgruppenrating von 2.6 erfolgreich. Auch hier hat sich der Serienschöpfer mittlerweile auf zu zahlungskräftigeren Gefilden gemacht: Ryan Murphy ist jetzt ebenfalls bei Netflix zu Hause.
    Schlusslicht bei den Quoten ist The CW. „Aushängeschild“ hier ist „The Flash“ mit einem Zielgruppenrating von 1.0.
    Rekord für „Better Call Saul“: Mehr als viermal so viele Amerikaner haben die Episoden der letzten Staffel als Aufzeichnung gesehen als „Live“ (+429 Prozent zeitversetzte Zuschauer). Auf den Plätzen: „The Sinner“ (USA Network; +352 Prozent) und „Shameless“ (Showtime; +321 Prozent)
    Keine neuen Episoden im Jahr 2018, dafür aber die meisten Emmys der Season 2017/18: Acht weitere Trophäen konnte „Game of Thrones“ für seine 2017er Staffel gewinnen. Bereits beim vorherigen Auftritt konnte man den 38. Emmy einheimsen und damit „Frasier“ mit seinen 37 Emmys als meistausgezeichnete fiktionale Serie ablösen.
    Bei den Emmys konnte sich auch Netflix freuen, das mit 112 die meisten Nominierungen erhielt und sich mit 23 abgeräumten Auszeichnungen den Spitzenplatz mit HBO teilte. „The Crown“, „USS Callister“ aus „Black Mirror“, „Queer Eye“, „Godless“ und „GLOW“ hatten an diesem Erfolg Anteil.
    Der in den Einschaltquoten erfolgreichste Neustart der aktuellen US-Season 2018/19 ist „Manifest“ mit durchschnittlich 14,6 Millionen Zuschauern und einem Zielgruppenrating von 3.1 (jeweils inklusive zeitversetztem Konsum, „Live+7“).
    Der erfolgreichste Serien-“Neustart“ des Kalenderjahres war hingegen „Roseanne“, dessen neue Folgen durchschnittlich (!) 20 Millionen Zuschauer anziehen konnten und wodurch sogar – erstmalig seit langem – „Sunday Night Football“ vom Zuschauer-Thron gestoßen wurde. Natürlich erhielt dieser Erfolg durch den Skandal um Roseanne Barrs unrühmliches Auftreten und ihren Rauswurf einen schalen Nachgeschmack.
    Der erfolgreichste Neustart bei ABC in der Season 2018/19 ist übrigens das „Roseanne“-Spin-Off ohne Roseanne, „Die Conners“. Es kommt auf ein Zielgruppenrating von 2.3.
    Ungebremst schreitet das weltweite Kundenwachstum von Netflix voran. Das Jahr 2018 begann man mit 117,58 Millionen Abonnenten. Das dritte Quartal (die letzten bestätigten Daten) wurde mit 137,10 Millionen Kunden beendet. Der Streaming-Gigant prognostiziert, dass man Anfang 2019 nochmal knapp 10 Millionen mehr angezogen haben wird (Prognose: 146,50 Millionen). 2019 sollten dann zügig die 150 Millionen geknackt werden.
    Mit der Zusammenlegung aller seiner verbliebenen drei „Chicago“-Serien als Dreierpack #OneChicago am Mittwoch hat NBC gute Erfahrungen gemacht: „Chicago Fire“, „Chicago P.D.“ und „Chicago Med“ harmonieren gut.
    Vor allem ältere Zuschauer haben Gefallen an Kevin Costners neuer Serie „Yellowstone“ gefunden und damit dem jungen Sender Paramount Network seinen ersten Hit beschert. Laut Nielsen war der Neo-Western bis zum Staffelfinale im Sommer die zweiterfolgreichste Kabelserie des Jahres hinter „The Walking Dead“ – auch, wenn knapp zwei Drittel der Zuschauer die Serie nur als Video-Aufzeichnung geschaut haben und die Inszenierung den Kritikern zu melodramatisch war.
    Erfolgreich in UK: Die Miniserie „Bodyguard“ mit Richard Madden als Personenschützer, der in eine politische Intrige verwickelt wird, und die Miniserie „The Cry“, in der Jenna Coleman eine Mutter porträtiert, deren Säugling entführt wurde. Sie errangen die Spitzenpositionen in den Einschaltquoten.
    Von „Doctor Who“ zu Doctor Whoa: Beim ersten Auftritt von Jodie Whittaker in der Auftaktfolge der 11. Staffel schauten durchschnittlich 8,2 Millionen Briten zu und bescherten der Folge „The Woman Who Fell to Earth“ 40,1 Prozent Marktanteil. Regeneration gelungen!

    Auf der zweiten Seite widmen wir uns den neuen Formaten des Jahres 2018, die vor allem inhaltlich überzeugen konnten.

    29.12.2018, 18:00 Uhr – Bernd Krannich/cikm2013.org

    Über den Autor

    Bernd Krannich
    Bernd Krannich ist Jahrgang 1974 und erhielt die Liebe zu Fernsehserien quasi in die Wiege gelegt. Sein Vater war Fan früher Actionserien und technikbegeistert, Bernd verfiel den Serien spätestens mit Akte X, Das nächste Jahrhundert und Buffy. Mittlerweile verfolgt er das ganzes Serienspektrum von "The Americans" über "Arrow" bis "The Big Bang Theory". Seit 2007 schreibt Bernd beruflich über vornehmlich amerikanische Fernsehserien, seit 2014 in der Newsredaktion von cikm2013.org.

    Lieblingsserien: Buffy – Im Bann der Dämonen, Frasier, Star Trek – Deep Space Nine

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