Quoten: Sat.1-Serien zurück im Jammertal, „Die Toten vom Bodensee“ dominieren

    „TBBT“ holt Zielgruppensieg, Doku-Soap mit Töpperwien am Boden

    Quoten: Sat.1-Serien zurück im Jammertal, "Die Toten vom Bodensee" dominieren – "TBBT" holt Zielgruppensieg, Doku-Soap mit Töpperwien am Boden – Bild: Sat.1/Bernd Schuller/Martin Bauendahl
    Jens Atzorn und Bullmastiff Rocky sind „Der Bulle und das Biest“, Tom Beck ist „Einstein“

    In der vergangenen Woche sah es so aus, als könnten sich die eigenproduzierten Sat.1-Serien endlich ein wenig steigern. Dieser Mini-Aufschwung wurde am gestrigen Montag allerdings gleich wieder zunichte gemacht: „Der Bulle und das Biest“ hatten nur 630.000 Zuschauer zwischen 14 und 49 Jahren eingeschaltet, das entsprach einem enttäuschenden Marktanteil von 6,5 Prozent. Kaum besser sah es anschließend für „Einstein“ aus. Die Reichweite ging sogar noch um 30.000 zurück, das reichte aufgrund der späteren Uhrzeit für 6,7 Prozent – im Vergleich zu 8,0 Prozent vor sieben Tagen, als man zumindest gerade so im Senderschnitt lag. Von einem Erfolg kann somit in beiden Fällen längst noch keine Rede sein.

    Zielgruppensieger wurde derweil Schwestersender ProSieben, wo „The Big Bang Theory“ binnen Wochenfrist zwar auch ein paar Zuschauer verlor, angesichts 1,52 Millionen und 16,0 Prozent in der Zielgruppe aber natürlich trotzdem eine Bank war. „Young Sheldon“ überzeugte anschließend mit 13,3 Prozent ebenfalls, ehe „The Middle“ einen nur knapp zweistelligen Wert von 10,3 Prozent holte. Herausragende Quoten wurden in der Nacht zum Montag mit dem Super Bowl erzielt. Das dritte und vierte Quarter verfolgten jeweils eine Million junge Football-Fans, die 51,1 bzw. 54,1 Prozent entsprachen.

    Insgesamt gab es allerdings kein Vorbeikommen am ZDF. Eine neue Folge der Krimireihe „Die Toten vom Bodensee“ erreichte dort mit 7,88 Millionen Zuschauern und bärenstarken 24,6 Prozent annähernd „Tatort“-Niveau. Beim jüngeren Publikum setzte man sich mit tollen 13,0 Prozent sogar gegen die RTL-Primetime durch und war erster Verfolger von ProSieben. Das „heute journal“ informierte anschließend 4,48 Millionen Menschen (16,2 Prozent), die Free-TV-Premiere des Westerns „Die glorreichen Sieben“ war um 22.15 Uhr dann auch noch äußerst gefragt und generierte fantastische 20,8 Prozent bei 3,49 Millionen Gesamtzuschauern.

    Deutlich schwächer lief es für Das Erste, wobei man auch dort nicht gänzlich unzufrieden sein muss: Immerhin 3,65 Millionen Zuschauer ließen sich von der „Erlebnis Erde“-Dokumentation „Die Magie der Fjorde“ faszinieren, das entsprach insgesamt 11,2 Prozent und bei den Jüngeren ordentlichen 6,7 Prozent. „Hart aber fair“ tat sich im Anschluss jedoch deutlich schwerer und kam nicht über 2,96 Millionen und 9,9 Prozent beim Gesamtpublikum hinaus. Dafür demonstrierte „Wer weiß denn sowas?“ am Vorabend seine Stärke und fuhr mit 3,92 Millionen die bislang höchste Reichweite der laufenden Staffel ein. Sehr gute 18,8 Prozent bei allen Zuschauern und 10,0 Prozent bei den 14- bis 49-Jährigen standen damit zu Buche.

    Erneut unauffällig schlug sich „Undercover Boss“ bei RTL. 1,13 Millionen werberelevante Zuschauer hatten die neueste Folge eingeschaltet, das reichte für allenfalls solide 12,3 Prozent. Das Magazin „Extra“ musste sich im weiteren Verlauf mit nur noch 11,2 Prozent begnügen. „Gute Zeiten, schlechte Zeiten“ hatte am Vorabend indes gerade mal 20.000 Zuschauer weniger als „The Big Bang Theory“ und erreichte mit 17,9 Prozent Platz 2 in den Tagescharts. Zweigeteilt verlief der Abend eine Tür weiter bei VOX. Die erste Folge von „Wir werden groß!“, die Fortsetzung der Reportage-Reihe „Die wunderbare Welt der Kinder“, überzeugte zunächst mit 7,8 Prozent bei den 14- bis 49-Jährigen. Eine Wiederholung der Doku-Soap „Goodbye Deutschland!“ fiel danach auf maue 4,7 Prozent zurück.

    Ein ähnliches Bild bei RTL II: Während „Die Geissens“ zum Start in den Abend immerhin noch 5,0 Prozent einfuhren, stürzte „In 90 Tagen zum Erfolg“ später auf desaströse 2,7 Prozent ab. Die Doku-Soap mit „Currywurst-Mann“ Chris Töpperwien entwickelt sich damit langsam, aber sicher zum heißen Absetzungskandidaten – ebenso wie „Hammer & Brain – Die Pommeskönige“, das um 22.15 Uhr mit indiskutablen 1,9 Prozent sogar noch schlechter lief. Durchweg gut präsentierte sich dagegen kabel eins. „Auf der Flucht“ brachte es zur Primetime bereits auf ordentliche 5,5 Prozent, bevor „Blade: Trinity“ richtig aufdrehte und zu später Stunde auf starke 8,6 Prozent kletterte.

    05.02.2019, 10:11 Uhr – Dennis Braun/cikm2013.org

    Kommentare zu dieser Newsmeldung

    • Bunto am 13.02.2019 09:14

      Ich schaue Sat1 kaum, hatte mich allerdings auf die neue Serie mit dem zauberhaften Bullmastiff total gefreut. Die erste Folge war auch gut, aber schon bei der zweiten war der Hund kaum zu sehen und die Fälle werden auf wundersame, kaum nachvollziehbare Weise zu schnell gelöst. "Einstein" mag ich gar nicht, weil ich Tom Beck zum K***en finde. Aber "Der Bulle und das Biest" kriegt bei mir noch eine Chance ... durch Aufzeichnung der Folgen. Der Hauptdarsteller ist ganz cool und der Hund ... was soll ich sagen ... den will ich haben! :-)
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      • serieone am 05.02.2019 18:58

        letztes Jahr habe ich montags immer Sat1 eingeschaltet. Dieses Jahr kann man den Sat1 Montag vergessen. Da schalte ich lieber ein anderes Programm ein. ProSieben freut sich darüber.
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