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We Happy Few im Test - Im Rausch der Routine

Als Survival-Spiel ging We Happy Few in der Early-Access-Phase trotz seines interessanten Settings schnell unter. Der neue Fokus auf eine wendungsreiche Geschichte in drei Akten soll das wieder geradebiegen. Ob das auch ohne die rosarote Drogenbrille gelingt?

von Florian Zandt,
13.08.2018 17:30 Uhr

We Happy Few im Test für PS4 und Xbox One. We Happy Few im Test für PS4 und Xbox One.

Ihr habt noch ein paar Urlaubstage übrig und sucht das ideale Reiseziel, um mal wieder so richtig zu entspannen? Wie wäre es mit Wellington Wells, der Inselstadt kurz vor der englischen Küste? Genießt strahlenden Sonnenschein das ganze Jahr über, trefft außerordentlich gut gelaunte Menschen und fühlt euch zwischen grünen Parkanlagen und entzückenden Häuschen wie daheim. Sorgen? Probleme? So etwas werdet ihr im malerischen Wellington Wells nicht finden!

Zumindest dann nicht, wenn ihr regelmäßig die kleinen rosafarbenen Pillen namens Freude einwerft - denn das Survival-Spiel We Happy Few macht euch nach nur wenigen Augenblicken klar, dass Friede, Freude und Eierkuchen reine Illusion sind.

Das dürft ihr als Protagonist Arthur Hastings am eigenen Leib erleben. Der ist als Zensor bei der Stadtverwaltung angestellt, um die Bewohner von unerwünschten Gedanken und Einflüssen zu bewahren. Bei der Durchsicht alter Zeitungsartikel stoßt ihr auf einen Bericht über euren Bruder Percy.

Da eure Freude-Dosis gerade nachlässt, erinnert ihr euch an den verhängnisvollen Tag, an dem Percy verschwand und der für die weiteren Ereignisse verantwortlich ist. We Happy Few spielt nämlich im Jahr 1964 in einer alternativen Zeitlinie, in der die Deutschen den Zweiten Weltkrieg gewonnen haben und sich als Faustpfand alle Kinder unter 13 Jahren als Geiseln nach Deutschland schicken lassen - so auch Percy.

Eine Stadt, zwei Klassen

Um herauszufinden, was mit Percy passiert ist, setzt ihr eure Freude selbst- und vollständig (und regelwidrig!) ab - und werdet direkt von euren eigenen Arbeitskollegen verpfiffen. Verfolgt von den Bobbys, einer dämonisch grinsenden Variante des typischen englischen Straßenpolizisten, entkommt ihr durch alte Versorgungstunnel in den Garden District. Dort angekommen holt euch die Realität schnell ein: In Wellington Wells läuft so einiges schief.

Bevor ihr euch mit der Staatsmacht anlegt, solltet ihr genügend Heilgegenstände und gute Ausrüstung mit euch herumtragen – oder ihr verzichtet auf Konflikte und setzt eure Schleichfähigkeiten ein.Bevor ihr euch mit der Staatsmacht anlegt, solltet ihr genügend Heilgegenstände und gute Ausrüstung mit euch herumtragen – oder ihr verzichtet auf Konflikte und setzt eure Schleichfähigkeiten ein.

Denn während sich mit Drogen vollgepumpte Bevölkerung auf den stark besiedelten Inseln Maidenholm, Parade und St. George's Holm in ihrer eigenen Ignoranz und Unwissenheit suhlt, bietet sich euch auf den restlichen Eilanden ein trauriges Bild. Zwar könnten die dort lebenden Freudlosen und Tunichtgute in der Theorie über die Brücken zurück in die belebten Städte und wieder am sorgenfreien Alltagsleben teilhaben. Allerdings hindert die meisten eine Allergie daran, weiter Freude zu nehmen, weswegen sie nicht in die Gesellschaft zurückkehren können.

Entsprechend düster und melancholisch ist die Atmosphäre auch in den ersten Gebieten, die ihr durchstreift. Verlassene Dörfer und bröckelnde Ruinen, verrostete Autowracks und Giftmülldeponien, verzweifelte Menschen an jeder Ecke. Diesen düsteren Einstieg gab es auch schon in der Early-Access-Version zu sehen, allerdings ohne eine ausgereifte Story, die euch jetzt in der fertigen Fassung im Laufe des Spiels auch noch in die Haut zweier anderer Charaktere schlüpfen lässt.

Sally Boyle ist begnadete Chemikerin und Arthurs Jugendschwarm, die allerdings ein dunkles Geheimnis verbirgt. Der ehemalige Soldat und herrlich kauzig fluchende Schotte Ollie Starkey hingegen hört Stimmen und wird von einer mysteriösen Krankheit geplagt. Die Fähigkeiten der beiden Charaktere sind auf unterschiedliche Spielstile zugeschnitten: Während Sally sich auf Schleichen spezialisiert, jagt Ollie gerne möglichst effektvoll Dinge in die Luft. Damit aber nicht genug: Durch andere Blickwinkel auf bekannte Ereignisse - einen Twist, den schon Filmklassiker wie »Rashomon« genutzt haben - wird die dichte Story noch mal interessanter. Bevor ihr aber Wellington Wells durch die Augen der anderen Charaktere erleben dürft, müsst ihr erst mal Arthur zur Flucht verhelfen.

Mit Arthurs Entscheidung, die kleinen rosafarbenen Pillen abzusetzen, beginnt We Happy Few. Ohne die Droge Freude seht ihr alles klarer – im guten wie im schlechten Sinne.Mit Arthurs Entscheidung, die kleinen rosafarbenen Pillen abzusetzen, beginnt We Happy Few. Ohne die Droge Freude seht ihr alles klarer – im guten wie im schlechten Sinne.

Diese beginnt in einem der zahlreichen Schutzräume der Insel. Diese Rückzugsorte sind über ein Tunnelnetzwerk mit den restlichen Inseln verbunden und ermöglichen euch die Schnellreise zu bereits besuchten Räumen. Aber nicht nur das: Dort finden sich auch meist Schlafmöglichkeiten, Werkbänke und Lagerräume, die ihr nach wertvollen Zutaten durchwühlen könnt. Und davon benötigt ihr im Lauf des Spiels eine ganze Menge.

Schaffe, schaffe, Tränke braue

Denn während ihr euch über die erste Insel durch das gut durcherzählte Tutorial bewegt, sammelt ihr jede Menge Rezepte für Heilgegenstände, Hilfsmittel oder Waffen. Davon ist das meiste allerdings bloßes Beiwerk. Wirklich relevant sind nur Erste-Hilfe-Sets und ähnliches, falls ihr euch mal wieder mit den Bewohnern von Wellington Wells angelegt habt.

Anders sieht es bei den unterschiedlichen Kleidungsstücken aus, die euch das Leben wirklich erleichtern. Denn flaniert ihr beispielsweise in eurem besten Sonntagsanzug durch zerbombte Dörfer, werden die Anwohner schnell misstrauisch und fangen sogar an, euch anzugreifen. Auf den ersten Inseln ist das noch kein Problem, denn mit einem angespitzten Ast und der richtigen Mischung aus Blocken und Angreifen schickt ihr die meisten Widersacher schnell über den Jordan.

Mit der entsprechenden Fertigkeit könnt ihr Gegner hinterrücks ins Reich der Träume schicken. Das ist vor allem dann sinnvoll, wenn ihr euch ansonsten mit mehreren Widersachern herumschlagen müsstet.Mit der entsprechenden Fertigkeit könnt ihr Gegner hinterrücks ins Reich der Träume schicken. Das ist vor allem dann sinnvoll, wenn ihr euch ansonsten mit mehreren Widersachern herumschlagen müsstet.

Das ist definitiv von Vorteil, denn manchmal lassen sich Konfrontationen schwer vermeiden, wenn ihr beispielsweise bewohnte Häuser nach Zutaten durchsuchen müsst. Denn gerade wichtige Gegenstände, aus dem ihr Verkleidungen basteln könnt, sind in Wellington Wells Mangelware und finden sich fast ausschließlich in bewohnten Heimen. Im Test brauchten wir etwa zwingend Nähzeug für einen Blaumann - über eine gute Stunde mussten wir nach dem vermaledeiten Nadeln suchen. Apropos Nadeln: Nur aus Bobby-Nadeln lassen sich Dietriche bauen, die man für optionale Truhen oder Türen braucht, aber eben manchmal auch, um in der Story weiter zu kommen. Keine Nadeln, keine Geschichte!

Bei der Suche nach Crafting-Zutaten kommt der Fertigkeitsbaum ins Spiel, der es euch beispielsweise ermöglicht, Gegner mit einem Würgegriff aus dem Hinterhalt auszuschalten oder härter auszuteilen. Andere Fähigkeiten wiederum helfen euch vor allem dann in den Gegenden, die von den breit grinsenden Freude-Junkies und den Handlangern der Staatsmacht bevölkert werden.

Diese werden nämlich schon hellhörig, wenn ihr beispielsweise sprintet, statt im normalen Tempo die Straßen entlang zu promenieren. Dieses Problem könnt ihr zwar mit dem entsprechenden Skill beseitigen, müsst aber dennoch in diesen Gebieten darauf achten, regelmäßig Freude-Pillen einzuwerfen. Diese zaubern euch nicht nur eine rosarote Brille vor die von der braungrüngrauen Spielwelt geplagten Augen, sondern sorgen auch dafür, dass die redlichen Bürger keinen Verdacht schöpfen.

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