Studie: Gewalt besser für In-Game Werbung - Spieler erinnern sich besser an beworbene Firmen

Gewalthaltige Spiele eignen sich besser für Werbung. Dies ist das Ergebnis einer Studie der Uni Luxemburg.

von Daniel Raumer,
08.09.2009 12:44 Uhr

Gears of WarGears of War

Der Medienpsychologe André Melzer der Universtität Luxemburg kommt in einer Studie zu einem interessanten Ergebnis: Die Werbung in Spielen ist effektiver, je höher der Gewaltgrad dieser ist. Dies berichtet die Seite technologyreview.com.

Im Experiment mussten die Probanden ein Rennspiel spielen. Dazu wurden sie in zwei Gruppen eingeteilt. Während die eine Gruppe möglichst viele Passanten überfahren musste, sollte die andere lediglich Gegenstände treffen. Das Überfahren der Passanten sorgte für rote Blutspritzer auf dem Monitor.

In-Game-Werbung: Rainbow Six VegasIn-Game-Werbung: Rainbow Six Vegas

Im Anschluss wurden alle Studienteilnehmer befragt, an welche Werbungen auf Plakaten abseits der Piste sie sich erinnern können. Das überraschende Ergebnis: Die Spieler mit der gewalthaltigen Version erzielten signifikant bessere Erinnerungswerte. Allerdings gibt es keinerlei Informationen darüber, ob die Probanden die beworbenen Firmen positiv oder negativ in Erinnerung behielten.

Dieses Ergebnis könnte vor dem Hintergrund, dass Publisher zunehmend auf In-Game-Werbung bauen wollen, um große Spielprojekte zu finanzieren, interessant sein. Die Unternehmensberatung PriceWaterhouseCoopers schätzt, dass die In-Game-Ads-Branche im Jahr 2013 1,4 Milliarden US-Dollar umsetzen wird. Zum Vergleich: 2009 werden es nur 866 Millionen sein.


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