Resident Evil 2-Remake - Gewalt & Gore dienen dem Realismus, sagt Producer Tsuyoshi Kanda

Die deutlich drastischeren Gewaltdarstellungen im Resident Evil 2-Remake dienen dem Realismus, erklärt Producer Tsuyoshi Kanda im Gamescom-Interview mit GamePro.

von David Molke,
23.08.2018 13:00 Uhr

Resident Evil 2 kehrt als runderneuertes Remake zurück: Mit noch mehr Gewalt, Blut und Gedärmen.Resident Evil 2 kehrt als runderneuertes Remake zurück: Mit noch mehr Gewalt, Blut und Gedärmen.

Resident Evil 2 war in Deutschland bis 2014 indiziert. Das Remake will trotzdem nochmal eine Schippe Gewalt, Blut und Gore drauflegen.

Wieso das so ist, hat uns der Producer Tsuyoshi Kanda auf der Gamescom im Interview verraten.

Gewalt = Realismus? Das viele Blut, die abtrennbaren Körperteile und der ganze Rest sollen den Survival-Horror nicht nur noch besser spürbar, sondern auch realistischer machen.

Zusätzlich habe sich auch in den Behörden Deutschlands einiges getan. Verantwortliche Stellen wie die USK seien mittlerweile deutlich "liberaler" geworden, sagte Kanda gegenüber GamePro.

Mehr Realismus & Horror durch realistischere Gewalt

Glaubwürdigkeit: Um die Spieler in Angst und Schrecken versetzen zu können, müssen die Zombies einigermaßen glaubwürdig wirken.

"Um das zu erreichen, muss man einen gewissen Grad an Gore haben. "

"Wenn es die lebenden Toten wirklich geben würde und man schießt auf sie mit einer Pistole, dann wäre es realistisch, dass dadurch Arme und Beine abgetrennt werden."

"Es muss realistische Reaktionen der Körper auf die Schüsse geben, Teile, die wegfliegen und so weiter."

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Zombies allein reichen nicht mehr

Next Level: Vor einem schlurfenden Zombie allein fürchtet sich 2018 kaum noch jemand. Zumindest glaubt das offenbar der Producer des Resident Evil 2-Remakes.

"Dazu kommt, dass das Konzept der Zombies mittlerweile schon alt ist. Das Originalspiel ist vor 20 Jahren erschienen."

"Die Leute fürchten sich nicht mehr vor einem Zombie, nur weil es ein Zombie ist. Wenn wir das Spiel wirklich gruselig machen wollen, müssen wir es auf die nächste Stufe heben."

"Darum pushen wir den Gore-Aspekt, das Groteske daran. Das ist ein wichtiger Teil der Survival-Horror-Erfahrung des Spiels."

Im Resident Evil 2-Remake sollen so richtig die Fetzen fliegen.Im Resident Evil 2-Remake sollen so richtig die Fetzen fliegen.

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Die USK wird "liberaler"

Keine Angst vor dem Index? Das Original-Resident Evil 2 wurde in Deutschland indiziert, Teil 3 stark zensiert. Beim Remake scheint es aber keinerlei Bedenken zu geben.

Andere Zeiten: Die zuständigen Behörden in Deutschland verändern sich, sagt der Producer.

"Ich denke, die Behörden die sich in Deutschland mit Spielen beschäftigen, haben sich in den letzten 20 Jahren verändert."

"Sie akzeptieren jetzt eher Darstellungen von Gewalt, die bisher in anderern europäischen Ländern erlaubt, aber in Deutschland verboten waren."

"Es gab in Deutschland immer ein Extra-Level an Restriktionen. Aber vielleicht haben die letzten 20 Jahre in Deutschland einfach mehr Akzeptanz für diese Art von Inhalten gebracht. "

Doom, Quake, Max Payne & Co.: Womit Tsuyoshi Kanda offensichtlich Recht hat, immerhin werden immer mehr Spiele vom Index gestrichen.

Auch die atuelle Entscheidung rund um Hakenkreuze in Spielen schlägt in eine ähnliche Kerbe, auch wenn das nochmal etwas anderes ist.

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Wie seht ihr das: Sorgen mehr Gewalt, Blut und Gore wirklich für mehr Realismus – und damit auch Horror?

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