One Piece: World Seeker - Ein Schritt in die richtige Richtung, aber ich will spielerisch noch mehr

Fans können sich in One Piece: World Seeker nicht nur auf actiongeladene Kämpfe, sondern auch auf intensive Inselerkundungen freuen. Aber warum sind Charakterauswahl und Setting so stark limitiert? Da geht noch mehr, findet Nasti.

von Nastassja Scherling,
25.08.2018 13:00 Uhr

One Piece: World Seeker ist vollgepackt mit beliebten Charakteren, doch nur Ruffy kann gespielt werden.One Piece: World Seeker ist vollgepackt mit beliebten Charakteren, doch nur Ruffy kann gespielt werden.

One Piece hat schon zahlreiche Spieladaptionen wie etwa Burning Blood und Pirate Warriors spendiert bekommen, die sich größtenteils auf eins fokussierten - das Kämpfen. One Piece: World Seeker bildet bald aber die große Ausnahme von der Regel.

Das Action-Adventure bietet in seiner Open World nicht nur Gekloppe, sondern lässt uns als Ruffy frei die "Jail Island" erkunden. Ein wahrgewordener Traum für alle Piraten-Fans, die mit hektischen Beat 'em Ups nicht viel anfangen können. So wie ich.

Nastassja Scherling
@NastiPilz

Seit die erste Folge des Anime im Fernsehn lief, ist Nasti One Piece-Fan. Was die Piraten-Saga für sie so besonders macht, sind die facettenreichen Charaktere und die gigantische Welt, die mit ihren unzähligen einfallsreichen Inseln nie langweilig wird. Die bisherigen Spiele-Adaptionen mit ihrem Action-Fokus konnten dem noch nicht ganz gerecht werden. Für die spielerische Zukunft der kultigen Piraten-Saga hat Nasti aber Hoffnung.

World Seeker geht mit seiner Genre-Umorientierung für meinen Geschmack einen Schritt in die richtige Richtung. Das habe ich auch bei meinem Anspieltermin auf der Gamescom gemerkt. Es ist erfrischend, mich mit Ruffys Gum-Gum-Fähigkeiten in einem Moment von Baumwipfel zu Baumwipfel zu hangeln, mich im Nächsten an ein Marine-Camp heranzuschleichen und Gegner in meinem eigenen Tempo auszuschalten.

Eigentlich würde sich das Schiff in One Piece: World Seeker als Vehikel anbieten. Aber auch hier lassen die Entwickler Potenzial liegen.Eigentlich würde sich das Schiff in One Piece: World Seeker als Vehikel anbieten. Aber auch hier lassen die Entwickler Potenzial liegen.

Ein Piraten-Spiel ohne Schifffahrt

Trotzdem verschenkt World Seeker in einigen Spielbereichen auch viel Potenzial, das die beliebte Piraten-Welt eigentlich anbietet. Wie mir Producer Rei Hiroda im Interview bestätigte, ist Jail Island die einzige Insel, die wir erforschen. Wir bekommen nicht die Chance, uns unser Schiff, die Thousand Sunny, zu schnappen und einfach drauflos zu segeln, wie etwa in einem Sea of Thieves.

Dabei dreht sich in Ruffys Welt doch alles um Schifffahrt und Abenteuer auf den unzähligen einzigartigen Inseln, die mal mit einer Spielzeugstadt, mal mit einer Variation von Venedig und ein anderes Mal mit Kreaturen, die unnatürlich langgezogen sind, überraschen. Von einem Open World-Spiel im One Piece-Universum wünsche ich mir dasselbe, ich will von einem Hafen in den nächsten düsen und die unterschiedlichen Inselgewohnheiten und Einwohner kennenlernen.

Hinzu kommt, dass Jail Island sowohl in den bisherigen Trailern als auch in der Gamescom-Demo noch relativ karg wirkte. Hier und da patrollieren zwar Marinesoldaten oder Schatzkisten warten auf ihre Entdeckung, Teile der Welt sind aber in der aktuellen (Beta-)Spielversion noch recht generisch und leer - das Gegenteil von der detailreichen One Piece-Welt, die Erfinder Eiichirô Oda im Manga und Anime aufzeigt.

One Piece: World Seeker - Gameplay-Trailer zeigt bunte Spielwelt à la Super Mario Odyssey 2:04 One Piece: World Seeker - Gameplay-Trailer zeigt bunte Spielwelt à la Super Mario Odyssey

Wünschenswert wäre, dass diese Lücken mit Leben gefüllt werden. Mit vielen NPCs, die mir mehr über die Geschichte ihrer Heimatinsel verraten, mehr Deko-Objekten oder auch mit Räsel- und Geschicklichkeits-Passagen. Bis das Spiel dieses Jahr erscheint, haben die Entwickler aber noch ein bisschen Zeit, Jail Island mehr Leben einzuhauchen.

Verschenktes Charakter-Potenzial

Außerdem bestätigte Horida in unserem Interview, dass Ruffy der einzige spielbare Charakter ist. Wieder eine vertane Chance! Ich fände es spannender, wenn wir zwischen allen Crewmitgliedern wechseln könnten.

Jeder spielbare Charakter besitzt seine eigenen Fähigkeiten, die nicht nur im Kampf, sondern auch für Erkundungen oder Rätsel in der Open World von Nutzen sein würden. Niedrige Höhleneingänge könnten wir nur als kleiner Rentier-Doktor Chopper betreten, mechanisch verschlossene Tore öffnet Handwerker Franky im Nu und andere Wüsten-Gebiete sind so heiß, dass wir sie nur bei abkühlendem Regenfall betreten können - ein Fall für Namis Klima-Taktstock.

Abschließend lässt sich sagen: World Seeker geht endlich den entscheidenden Schritt und öffnet als Open World-Titel die Spielreihe auch der Breite an Fans, die mehr auf Erkundung statt auf Kämpfe aus sind. Wir brauchen sowieso weniger Beat 'em Ups und mehr Anime-RPGs, findet auch mein Kollege Hannes. Obwohl World Seeker den Kurs für OP-Spiele in die richtige Richtung setzt, darf es beim nächsten Titel für meinen Geschmack in Sachen Open World und Charakterauswahl aber noch eine Schippe mehr sein.


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