Brutale Spiele - »Bundesregierung geht zu weit« - Österreichischer Entwickler äußert sich

Chef des Spieleprogrammierers Sproing ist der Meinung, dass die deutsche Regierung sich weniger über Gewalt in Spielen beschweren soll.

von Daniel Raumer,
17.09.2009 16:17 Uhr

Harald RieglerHarald Riegler

Harald Riegler, Chef des österreichischen Spielentwicklers Sproing (Cursed Mountain), hat sich in einem Interview mit der Branchenseite gamesindustry.biz unter anderem über die Aktivitäten der deutschen Regierung in Bezug auf gewalthaltige Spiele geäußert.

Im Verlauf des ausführlichen Gesprächs wurde er auch auf seine Meinung zu Crytek-Gründer Cevat Yerli befragt. Dieser hatte die Einstellung der Politik gegenüber Videospielen mit Gewaltinhalten in der Vergangenheit kritisch kommentiert.

Cevat YerliCevat Yerli

Riegler: »Das betrifft uns nicht im Geringsten, denn die Gesetze in Österreich sind komplett anders als die in Deutschland. (...) Ich denke, dass gewalttätige Spiele Spass machen und ich spiele sie gerne. Es gibt aber gewisse Arten und Gewaltniveaus, wo ich mich wirklich frage, ob die Industrie das nötig hat. Meiner persönlichen Meinung nach hat sie das nicht. Glaube ich, dass die deutsche Regierung zu weit geht, wenn sich so gerade raus darüber beschwert? Ja, da stimme ich zu. Mag ich Saw? Nein. Aber würde ich an einem Ort wohnen wollen, wo es verboten wäre ihn zu drehen? Ich bin mir nicht sicher.«

Im weiteren Verlauf des Gesprächs äußert sich Riegler weiter recht positiv über die Jugendschutzeinstellungen aktueller Spielekonsolen.


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