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Assassin's Creed: Odyssey im Test - Reise zum Serien-Olymp

Größere Spielwelt, mehr Rollenspiel, spannendere Geschichten. Assassin’s Creed: Odyssey erfindet die Serie nicht neu, sondern baut gekonnt auf Origins auf – und perfektioniert somit Ubisofts Action-Rollenspiel-Formel.

von Linda Sprenger,
01.10.2018 13:00 Uhr

Assassin's Creed: Odyssey - Testvideo: Riesige Open World, riesiger Spaß? 14:51 Assassin's Creed: Odyssey - Testvideo: Riesige Open World, riesiger Spaß?

Mit Assassin's Creed: Origins verpasste Ubisoft der etwas angestaubten Action-Adventure-Reihe mit sanften Rollenspielelementen eine längst überfällige Generalüberholung und hob so einen der bislang besten Serienableger aus dem heißen Sand Ägyptens.

Anstatt nun wieder alles komplett über den Haufen zu werfen und eine erneute Wiedergeburt einzuleiten, macht Assassin's Creed: Odyssey genau da weiter, wo Origins aufgehört hat.

Der aktuelle Ableger schickt uns auf eine lange Odyssee durchs Antike Griechenland, bei der Ubisoft neue, alte Action-Rollenspiel-Mechaniken mit frischen Elementen verfeinert. So verwickeln uns die Macher in ein fesselndes Abenteuer, das seinen hervorragenden Vorgänger nochmals übertrumpft.

Zwei Helden zwischen Sparta und Athen

Mit Kapuzen tragenden Meuchelmördern hat Assassin's Creed: Odyssey jedoch nur wenig am Hut. Ganze 400 Jahre vor der Gründung des Assassinen-Ordens geraten wir zwischen die Fronten der Athener und Spartaner, die sich auf den Schlachtfeldern des Peloponnesischen Krieges gegenseitig die Hoplitenrüstungen verbeulen.

Wir selbst mischen als Söldner mit, den wir uns zu Beginn des Abenteuers selbst aussuchen und bis zum Ende hin begleiten. Zwar wählen wir mit Alexios oder Kassandra das Geschlecht unseres Helden, auf dessen Optik und Biografie haben wir allerdings keinen Einfluss.

Durch ein tragisches Ereignis wird unser jeweiliger "Misthios" (Söldner) schon als Kind von seinen Eltern getrennt und strandet als Waise auf einer verschlafenen Insel weit weg von seiner spartanischen Heimat.

Ganze 17 Jahre später verlassen wir unser Nest und begeben uns auf einen langen Trip quer durchs Antike Griechenland, bei dem wir unsere Familie wieder zusammenführen und uns an den mysteriösen Anhängern eines Kultes rächen, die für unser Schicksal verantwortlich zeichnen.

Auch wenn der Rache-Part "typisch Assassin's Creed!" schreit, erleben wir eine von klassischen griechischen Tragödien und Komödien inspirierte Geschichte, die tatsächlich voller Überraschungen steckt und die sowohl für emotionale Momente als auch für Lacher sorgt.


Geführt oder auf eigene Faust?

Zu Beginn des Spiels müssen wir uns für einen von zwei Spielmodi entscheiden: Den klassischen "geführten" Modus oder den Erkundungsmodus. Bei ersterem werden wir in der Open World an die Hand genommen, indem uns Quest-Marker und Symbole direkt angezeigt werden. Bei letzterem müssen wir die Welt auf eigene Faust erkunden. Quest-Ziele finden wir dann nur in Gesprächen mit anderen Charakteren heraus, die uns in Form von vagen Hinweisen in der Bildschirmecke angezeigt werden.

Das ist Griechenland!

Das Antike Griechenland beeindruckt zwar nicht so sehr wie das Alte Ägypten mit seinen überwältigenden Pyramiden und labyrinthischen Grabkammern, punktet aber in Sachen Umfang und Abwechslungsreichtum.

Im Vergleich zu Origins stürzen wir uns in eine deutlich größere Spielwelt, die wir entweder zu Fuß, im Sattel unseres Reittiers (diesmal nur Pferde, keine Kamele) oder am Steuer unseres Schiffes bereisen.

Athenes Statue in der Wiege der Demokratie ist zwar riesig und beeindruckend. An das Ägypten-Szenario von Origins kommt das Antike Griechenland aber nicht ganz heran. Athenes Statue in der Wiege der Demokratie ist zwar riesig und beeindruckend. An das Ägypten-Szenario von Origins kommt das Antike Griechenland aber nicht ganz heran.

Auf unserer Odyssee schippern wir in der Ägäis von Insel zu Insel, stapfen über die weißen Strände der Piratenhochburg Keos, durchforsten die herbstlichen Wälder von Phokis und klettern über die Dächer der prachtvollen Großstadt Athen.

Vor uns erstreckt sich eine dichte Welt voller Geschichte und Leben, die nur danach schreit, bis in den letzten Winkel der Karte erkundet zu werden.

Das ist Sparta!

Spielerisch wandert Assassin's Creed: Odyssey auf den Pfaden seines Vorgängers. Quest-, Fortschritts- und Kampfsystem behält der neue Ableger bei, erweitert diese bestehenden Action-Rollenspiel-Mechaniken aber um neue spannende Elemente.

Das beginnt bei den Kämpfen, in denen sich das Spiel erneut auf ein forderndes Hitbox-System verlässt. Wieder müssen wir auf Entfernung zum Gegner und Schlagreichweite achten. Wieder toben wir uns mit unterschiedlichen Waffentypen wie Schwertern, Bögen und Kriegsäxten mit eigenen Vor- und Nachteilen aus. Wieder müssen wir Geschick und das richtige Timing beim Angreifen und Verteidigen beweisen, um unsere Feinde über die Klinge springen zu lassen, bevor wir selbst elendig ins Gras beißen.

Der Skilltree erinnert in seinen Grundzügen an den Vorgänger, lässt uns aber eine Vielzahl neuer aktiver wie passiver Spezialfähigkeiten freischalten.Der Skilltree erinnert in seinen Grundzügen an den Vorgänger, lässt uns aber eine Vielzahl neuer aktiver wie passiver Spezialfähigkeiten freischalten.

Der große Unterschied: Wir verlassen uns jetzt nicht nur auf reine Waffengewalt, sondern auch auf besondere Nahkampf-, Fernkampf- und Stealth-Manöver. Die schalten wir nach Levelaufstieg auf den dazugehörigen Zweigen des Fertigkeitenbaumes frei und ordnen sie nach Belieben den vier Buttons zu. Welche Spezialfähigkeiten wir anwenden, entscheiden wir je nach Situation und Gegnertyp, was dem Kampfgeschehen zusätzliche Dynamik verleiht.

Wollen wir einen schweren Hoplon-Träger knacken, reißen wir ihm den Schild mit dem Schildbrecher geschickt aus den Händen und schleudern ihn hinfort. Wollen wir einen entfernten Gegner noch vor dem offenen Gefecht schnell und leise ausschalten, feuern wir mit dem Bogen einen präzisen Raubtierschuss ab und lenken den Pfeil direkt in seinen Schädel.

Der mit Abstand coolste Move? Der vom Film "300" inspirierte Spartiatentritt. Gegner mit einem wuchtigen Sandalen-Kick von Klippen oder Dächern meterweit in die Tiefe zu treten, entpuppt sich als Mordsspaß und peppt die Kämpfe zusätzlich auf. Nicht zuletzt, weil wir hier schon wie schon beim serientypischen Todessprung komplett auf physikalische Gesetze pfeifen.

Das ist Sparta! Der Spartiatentritt richtet selbst zwar nur geringen Schaden an, ist aber tödlich, wenn wir Feinde von Anhöhen kicken.Das ist Sparta! Der Spartiatentritt richtet selbst zwar nur geringen Schaden an, ist aber tödlich, wenn wir Feinde von Anhöhen kicken.

Unsere Entscheidung, unsere Geschichte

Die größte Neuerung des Spiels finden wir aber nicht zwischen Klingen und Speerspitzen, sondern in Gesprächen mit den zahlreichen Nebenfiguren der griechischen Welt.

Dank neuer Dialog-Optionen bestimmen wir nun den Verlauf von Haupt- und Nebenquests zu einem gewissen Grad selbst.

Natürlich müssen wir nach getroffenen Entscheidungen mit dazugehörigen Konsequenzen leben, die Hauptstory wie Nebengeschichten beeinflussen. Auf kurze und auf lange Sicht. Inwiefern wollen wir natürlich nicht groß spoilern.

Deshalb ein kleines Beispiel aus einer optionalen Questreihe. Auf den sogenannten Silberinseln Delos und Mykonos müssen wir einer Rebellengruppe unter die Arme greifen, um den Tyrannen Podarkes über den Jordan zu schicken.

Im Laufe des Spiels werden wir an vielen Stellen vor die Wahl gestellt und müssen selbst entscheiden, wie wir in bestimmten Quests vorgehen.Im Laufe des Spiels werden wir an vielen Stellen vor die Wahl gestellt und müssen selbst entscheiden, wie wir in bestimmten Quests vorgehen.

Welchem der beiden Rebellenanführer wir helfen, entscheiden wir selbst: Der überlegten Taktikerin Kyra oder dem aggressiven Haudrauf Theletas? Je nachdem welche Vorgehensweise wir wählen und welche Antworten wir in den Gesprächen geben, endet unser Abenteuer auf den Silberinseln anders.

Kyra und Theletas können unseren rebellischen Feldzug überleben und nach Podarkes' Tod gemeinsam mit uns in die Nacht feiern. Oder sie geben beide vorher den Löffel ab.

Umso dicker dann der Kloß im Hals, wenn wir mit einem der beiden eine Liebesbeziehung pflegen. Wie in Mass Effect oder Dragon Age können wir jetzt nämlich außerdem Romanzen mit einem oder mehreren speziellen Charakteren eingehen, was uns noch stärker mit ihnen zusammenschweißt.

Gerade weil die Konsequenzen unserer Handlungen nicht immer offensichtlich sind, fühlen sich Quests automatisch wertiger an als in Origins. Am grundsätzlichen Spielprinzip rütteln die neuen Entscheidungsmöglichkeiten aber nicht. In Sachen Missionsdesign bleibt Assassin's Creed: Odyssey seinem Vorgänger treu.


Ingame Shop und Mikrotransaktionen

Wie in Origins können wir in Odyssey erneut Waffen, ganze Rüstungssets sowie Reittiere in einem Ingame-Shop via Mikrotransaktionen kaufen. Wer's eilig hat, darf außerdem Zeitersparnisse erwerben, um sich extra Geld oder Crafting-Materialien zu verschaffen. Diese Käufe sind aber optional und beeinflussen das Spielerlebnis nicht negativ. Weil wir im Spiel an jeder Ecke seltenes Loot finden und neue Reittiere wie Einhörner auch mit Ingame-Drachmen kaufen können, fühlten wir uns zu keiner Zeit gezwungen, Geld im Shop auszugeben.

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