Alan Wake & Quantum Break - Rechte bei Microsoft, kein Interesse an Nachfolgern

Im Interview spricht Entwickler Remedy darüber, warum sie Alan Wake und Quantum Break nicht weiterentwickeln können. Und Control die Ausnahme bildet.

von Dimitry Halley,
19.07.2018 11:46 Uhr

Quantum Break verfolgte damals ein ziemlich innovatives Konzept. Die Marke ruht seitdem.Quantum Break verfolgte damals ein ziemlich innovatives Konzept. Die Marke ruht seitdem.

Quantum Break vermischte 2016 Videospiel und TV-Serie, passte damit wunderbar in Microsofts Multimedia-Konzept für die Xbox One, bot einen wirklich innovativen Shooter-Ansatz - und versumpft seither auf der Triple-A-Reservebank. Gleiches gilt für Alan Wake: Seit acht Jahren warten Fans auf einen waschechten Nachfolger.

Währenddessen arbeitet Entwickler Remedy am brandneuen Control, und gewährt im Interview mit Gamesindustry Einblicke, warum es mit den alten Marken nicht weitergeht. So beklagt CEO Tero Virtala, dass man story-fokussierte Titel wie Alan Wake eigentlich mit dem Hintergedanken anlegt, daraus langlebige Marken zu machen. Umso frustrierender, wenn die Rechte letztlich beim Publisher landen statt beim Entwickler:

"Man lernt aus seinen Erfahrungen. Das gilt natürlich für die kreative Seite, aber im Besonderen für die Business-Seite einer Gaming-Produktion. Wir sind in der Lage, exzellente Spiele zu entwickeln. Aber die Art von Spiel, die wir machen, mit fesselnden Figuren und Welten, eindrucksvollen Geschichten - solche Spiele entwickelst du in der Regel als Grundbausteine für Franchises, die für lange Zeit lebendig bleiben sollten. Und jetzt [bei Quantum Break] endeten wir zum zweiten Mal an einem Punkt, wo wir die ganze Grundlagenarbeit geleistet hatten, ohne dass wir darauf aufbauen konnten."

Die ersten Erfahrungen mit solchen Sackgassen habe man mit Microsoft bei Alan Wake gemacht.

"Alan Wake war wirklich interessant, aber eben auch eine Zusammenarbeit mit Microsoft. Aufgrund diverser Ursachen bekam es nie einen Nachfolger. Mit Quantum Break war es das gleiche. Wir steckten jede Menge Arbeit in die Welt, die Figuren, die Geschichten, aber es bleibt eine Microsoft-Marke. Sie haben entschieden, es nicht fortzusetzen. Wenn wir eine Marke besitzen, liegt die Entscheidung bei uns, wie wir entwickeln und welche kreativen Entscheidungen wir treffen."

Letztlich lief es mit Max Payne ja ähnlich: Die Rechte am Spiel liegen bei Take Two, Max Payne 3 wurde ohne den ursprünglichen Schöpfer der Serie entwickelt. Mit Control behält sich Remedy die Rechte gegenüber der eigenen Marke bei, um derartige Entwicklungen zu vermeiden. Wir haben auf der E3 2018 mit den Entwicklern eine Demo gespielt und ziehen als erste Bilanz: Control wird ein durchaus interessanter Shooter.

Control - Die Macher von Alan Wake erklären die Story ihres neuen Spiels im Video 3:45 Control - Die Macher von Alan Wake erklären die Story ihres neuen Spiels im Video


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